Landesmeisterschaft 2010 in GummersbachDrei Monate Planungszeit hatten sich für den VfL Berghausen, Abt. Taekwondo und den Taekwondo Gummersbach e.V. gelohnt. Die Landesmeisterschaften im Taekwondo waren für die beiden kooperierenden Vereine und die Kreisstadt ein voller Erfolg.Das Organisationsteam unter Stefan Funke steIIte gemeinsam mit rund 80 ehrenamtlichen Helfern aus den beiden Vereinen eine Kampfsportveranstaltung der Extraklasse auf die Beine.Bereits im vergangenen Jahr fanden die Landesmeisterschaften in Derschlag statt.So setzte auch diesmal die Nordrhein-Westfälische Taekwondo Union (NWTU) wieder auf die Gummersbacher als Ausrichter.Dank der Zusage von Bürgermeister, Frank Helmenstein, konnte die Veranstaltung im angemessenen Rahmen, der legendären Eugen-Haas-Halle, stattfinden.Gut 1000 Taekwondo Freunde bildeten den passenden Rahmen für die hochrangigen Wettkämpfe in den Disziplinen, Vollkontaktkampf und Formen-Wettkampf (Poomsae).Im Vollkontakt treffen zwei Gegner aufeinander und es gibt für jeden Treffer auf die durch Körper- bzw. Kopfschutz geschützten zulässigen Stellen Punkte. Zumeist wird mit dem Fuß zu treffen versucht. Es wird, sobald drei von vier Punkterichtern innerhalb einer Sekunde per Knopfdruck ein elektronisches Signal an das Scoreboard senden, für einen Körpertreffer ein Punkt und für einen Kopftreffer drei Punkte vergeben.Die Rundenzeit beträgt 3* 1,5 min mit je 30 sec Pause. Sollte es zum Ende der dritten Runde unentschieden stehen, wird eine vierte Runde notwendig, bei der der sogenannte Sudden Death, das heißt der erste Treffer den Sieger bestimmt.Ganz anders verläuft es beim Formenwettkampf. Hierbei werden aus den 17 möglichen Formen (Poomsae) drei ausgewählt und von einem bis zu fünf Sportlern vorgetragen. Bei der Poomsae handelt es sich um einen Kampf, gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner. Fünf Punkterichter bewerten hierbei Technik und Präsentation des Vortrages. Beginnend mit der Höchstbewertung von 5 Punkten werden dem Sportler für jeden Fehler 0,1 bis 0,5 Punkte abgezogen. Aus der Gesamtpunktzahl der drei vorgetragenen Poomsae ermittelt sich der Landesmeister.Das Taekwondo nicht nur für junge Menschen eine Sportart ist zeigt der älteste Teilnehmer bei der diesjährigen Landesmeisterschaft, Franz Peter Erberich aus Alsdorf der mit 62 Jahren im Formenwettkampf antrat.Aus dem Oberbergischem platzierten sich die Taekwondo Vereine aus Morsbach, Wipperfürth, Becketal und den Gastgeber-Clubs. (Die kompletten Ergebnisse unter www.NWTU.de) Begeisterung auch bei den geladenen Ehrengästen, Bürgermeister Frank Helmenstein, der stellvertretenden Landrätin Monika Hüttenmeister, Kreissportbundvorsitzender Bodo Löttgen, MdL und dem NWTU Präsidenten Josef Wagner.Josef Wagner, Präsident der NWTU „ So eine gut organisierte Veranstaltung, von der Parkplatzeinweisung, bis hin zur erstklassigen Verpflegung durch die Vereine sieht man selten.“Bodo Löttgen, MdL, „ Was diese beiden doch recht kleinen Vereine auf die Beine stellen, ist einmalig.“Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, ließ es sich nicht nehmen am Nachmittag vorbeizuschauen und mit Stefan Funke über Taekwondo und den Boxsport zu fachsimpeln.Das, ohne das ehrenamtliche Engagement der Verantwortlichen, der mithelfenden Kinder/Jugendlichen, sowie Eltern und Familienangehörige, die Ausrichtung solch einer Mammutveranstaltung nicht möglich ist, darüber waren sich alle einig. Schließlich waren fast 80 Helfer beim Auf-und Abbauen, als Parkplatzeinweiser, Ordner oder im Bereich der Verpflegung der Zuschauer, Sportler und Kampfrichter mit dabei.„Wir sind ein tolles Team und sind optimistisch auch im nächsten Jahr wieder Ausrichter zu sein. Wir möchten uns bei allen Beteiligten und Sponsoren herzlich bedanken“ sagt Stefan Funke, nach einem langen Tag.